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Der Physiker Dr. Oskar Heil, der Erfinder des Feldeffekt Transistors (FET), studierte am Anfang seiner Lautsprecherforschung die grundlegenden Charakteristik des menschlichen Gehörs. Er begann also nicht mit der abstrakten Theorie, wie ein Lautsprecher arbeiten sollte. Das Resultat der langjährigen Forschung ist der Heil A.M.T. Lautsprecher. Die Grundfunktion unserer Ohren ist die Identifizierung von Stimmen. Wir haben eine ausgeprägte Fähigkeit zur Unterscheidung der verschiedenen Klänge entwickelt. Einzelne Klangereignisse, z.B. eine leise, rufende Stimme aus der Ferne können wir von anderen Geräuschen lösen, also unser Ohr auf diese Schallquelle fokussieren. Gleichzeitig können nicht benötigte Geräusche ausgeblendet werden. Da die Funktion des Erkennens einer Schallquelle für uns primär ist, sind wir für einige Aspekte eines Klanges sehr empfindlich, für andere so gut wie gar nicht. Im Folgenden wollen wir einige Eigenschaften des Gehörs untersuchen und sehen, welchen Stellenwert diese für unser Empfinden einnehmen |
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Um eine Zerstörung des Gehörs durch plötzlich auftretende laute Geräusche zu verhindern, sind unsere Ohren von der Konstruktion her für Amplituden-Änderungen recht unempfindlich. z.B. ist der Leistungsunterschied zwischen geflüsterter und mit normaler Lautstärke gesprochener Sprache nicht eins zu zwei oder drei, sondern eins zu 100’000! Das Ohr hat die Fähigkeit sich unterschiedlichen Pegeln anzupassen, sowohl nach oben wie nach unten. Die relative Lautstärke verschiedener Klänge ist daher, innerhalb gewissen Grenzen, bedeutungslos für uns. Dieses Phänomen erklärt, dass wir die uns umgebenden Strassengeräusche, während einer Unterhaltung als nicht so störend empfinden, obwohl diese nur 10 dB unter dem Gesprächspegel liegen. Ein Sänger wird auch dann gehört, wenn der Lautstärkepegel des Orchesters um ein vielfaches lauter ist als die Stimme. Konklusion: Wir zeigen wenig Empfindlichkeit für Pegelsprünge und auch für die relative Lautstärke von zwei oder mehreren verschiedenen Tönen, welche gleichzeitig hörbar sind. Der Frequenzgang eines Lautsprechers ist also ein Kriterium, welches für unsere Ohren nicht allein massgebend ist. Tonhöhen: Wir sind sehr empfindlich für Veränderungen in den Tonhöhen (Frequenzen). Besonders im Frequenzbereich von 250-3000 Hz, wo wir Unterschiede zwischen zwei Tönen von nur 0.06% wahrnehmen. Im oberen und unteren Frequenzbereich ist diese Fähigkeit nicht so gut entwickelt und liegt bei ca.0.4%. Zum Vergleich: Ein Halbtonschritt ist eine Frequenzänderung von 6%, ein Vibrato einer Geige ist ca. 0.5%. Phase: Wir sind sehr empfindlich für Phasenverschiebungen, denn sie helfen uns bei der Lokalisierung der Schallquelle. Wir können eine Schallverzögerung von ca. drei Hunderttausendstel Sek. erkennen. Diese Fähigkeit ist frequenzabhängig. Sie ist in dem für den Menschen historisch wichtigsten Bereich von 500-3000 Hz am besten. |
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